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8
Feb

Du sollst nicht werten

Vom Wert des Wertens

Immer wieder höre ich den Satz: „Du sollst nicht werten.“

Werten bedeutet ja, dass ich etwas wichtiger oder besser oder gesünder finde als etwas anderes. Ist es nicht etwas ganz normales, dass jeder Mensch eine solche Werteliste in sich trägt? Ob sie nun angelernt, kulturell bedingt oder einfach aus der Erfahrung gewachsen ist, sei mal dahingestellt. Stelle dir doch selber einmal kurz die Frage, wie deine Werteliste aussieht in Bezug zu Arbeit, Partnerschaft, Familie, Freunde, Sport, Gesundheit, Essen, Erholung, Urlaub, Kreativität, Musik Ehrlichkeit, Geld, Liebe, Offenheit, Freiheit, etc. Du kannst die Kategorien beliebig erweitern, wenn etwas fehlt. Stelle einfach einmal eine Liste der Bereiche auf, welche für dich wichtig sind.

Ein Beispiel

1. Freizeit
2.Sport
3.Musik
4.Arbeit
5.Partnerschaft

Ja, und schon bist du mitten im Programm des Wertens. Es geht doch folglich gar nicht ohne zu werten. Vielleicht meint der Satz: „Du sollst nicht werten“auch etwas ganz anderes?

Zum Beispiel: Verurteile weder deine eigene Wertung noch die der anderen, sondern schaue einfach im Wechselspiel von Abstand und Nähe, was es bedeutet, gewissen Werten den Vorrang oder Raum zu geben.

Doch wie können wir unseren Kommunikationsfluss so gestalten, dass wir zwar werten, ohne jedoch zu verurteilen? Sicher ist hier die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg eines der hilfreichsten Konzepte. Read more