Hypnose News

22
Feb

Was, wenn die verletzten Kinder erwachsen werden?

Heisst verletztes Kind auch verletzter Erwachsener?

Schauen wir zuerst einmal kurz, wie ein Kind in die Welt kommt.
Mit dem ersten Atemzug und Schrei beginnt das Kind aus der Einheit zu fallen und damit verletzbar zu werden. Tief in seinem Bauch beginnt das irdische Kind sich zu regen. Es beginnt mit den Sinnen zu hören, zu tasten, zu schmecken, zu riechen und zu sehen. Eine Entwicklung vom Bauch Richtung Kopf beginnt. Der erste Schritt ist das magische Bewusstsein, wo es beginnt, eine unglaubliche Phantasie zu entwickeln. In dieser Zeit spricht es mit Tieren und Pflanzen, mit Autos und Steinen, es gibt keine Kommunikationsgrenzen. Im nächsten Schritt entwickelt sich das mythische Bewusstsein, wo das Kind der wiederholenden Zeit gewahr wird. Es gibt ein Gestern und ein Morgen, das jedoch noch im zyklischen Bewusstsein ist – bis es sich dann in das mentale Bewusstsein hineinentwickelt. Hier beginnen sich das logische und lineare Denken, das Unterscheidungsvermögen, die Selbst- und Fremdreflexion und die Hypothesenbildung herauszukristallisieren, aber auch die die Vernunft und die Verantwortung. Das Erwachsenen-Ich (im Kopf) ist „geboren“.

Besonders in dieser Zeit, von der Geburt bis zur „Geburt des Erwachsenen-Ichs“ werden wir besonders geprägt. Was geschieht da?

Mit unseren Sinnen nehmen wir in jedem Augenblick unseres Daseins unendlich viel wahr. Schon während der Schwangerschaft und bei der Geburt erfahren wir unsere Umwelt und werden von den unterschiedlichsten Umweltfaktoren (Kultur, Klima, Gesellschaft, Religion, Krieg/Frieden etc.) beeinflusst und geprägt. Dies zeichnet den übergeordneten Rahmen, in dem das junge Wesen seine irdische Entwicklungsreise startet.

Wann sprechen wir von Verletzungen?
Wie oben schon erwähnt, beginnt das Kind aus der Einheit zu fallen. Bei der Geburt ist es vollkommen abhängig, und die Bedürfnisse können nur von aussen gestillt werden. Solange die Welt und die persönlichen Bedürfnisse des Säuglings übereinstimmen, bleibt das Urvertrauen bestehen. Im Laufe des ersten Lebensjahres wird das Kind erfahren, dass nicht immer jemand zur Verfügung steht und seine Bedürfnisse nicht jederzeit erfüllt werden. In dieser Situation kommt das Kind mit einem neuen Gefühl, dem Miss-trauen in Kontakt. Es lernt die Dualität von Ver-trauen und Miss-trauen kennen und sich darin zurechtzufinden. In den nächsten Schritten entwickeln sich das – ich und du-, und es erkennt, dass es ein eigenes, autonomes Wesen ist. Im ähnlichen Zeitraum erfährt es das Wechselspiel zwischen Festhalten und Loslassen. In den folgenden Jahren wird das Kind Verschiedenes ausprobieren und durch die Reaktionen der Umwelt Erfahrungen sammeln, die wiederum die Persönlichkeit des heranwachsenden Menschen prägen. Aspekte wie Schuldgefühle, Gewissen kommen dazu, und während der Pubertät steht die Frage nach der eigenen Identität im Vordergrund.
Mit dem Erkennen, dass es ein selbständiges Einzelwesen ist, wird das heranwachsende Kind selbstverständlich erfahren, dass es unterschiedliche Persönlichkeiten, Ansichten und Meinungen gibt. Natürlich wird es auch die Schattenseiten des Lebens kennen lernen. Die Welt ist nicht immer fair, die Umgebung nicht immer korrekt, und selbst die geliebten Vorbilder verhalten sich nicht immer erwartungsgemäss. In diesem Prozess heisst es viele Selbstverständlichkeiten loszulassen, eigene Wahrheiten zu hinterfragen und eventuell neu zu definieren. Solche Erkenntnisse können sehr schmerzhaft und verletzend sein. Nicht jede verletzende Erfahrung wird automatisch eine bleibende „Verletzung“. Wichtige Punkte sind dabei die Gesamtsituation/Voraussetzungen, sozusagen der Nährboden. Weiter spielt es eine Rolle, wie wird damit umgegangen, sind mögliche Bewältigungsstrategien schon vorhanden, kann die Situation eingeordnet, bereinigt und integriert werden. Ich persönlich spreche erst von einer „Verletzung“, wenn die Situation unser Handeln bewusst/unbewusst (Prägung/Verdrängung) beeinflusst oder der Schmerz nach wie vor vorhanden ist.

Welche Gesichter haben „Verletzungen“ aus der Kindheit im Alltag eines Erwachsenen?
Immer dann, wenn, wenn wir mit einem Erwachsenen nicht erwachsen reden können, sind „Verletzungen“ im Spiel. Das „verletzte innere Kind“ zeigt sich mit unendlich vielen Gesichtern.
Beispiele gibt es viele:
Wir möchten gerne, mit unserem Partner ans Meer fahren. Anstatt wie ein Erwachsener es einfach auszusprechen, beginnt man über den letzten Urlaub in den Bergen zu nörgeln und vielleicht beschimpft man den Partner, dass immer er alles entscheidet. Das verletzte innere Kind, kann seinen Wunsch nicht aussprechen oder hat Angst vor einem eventuellen Nein, weil es selbst nicht fähig ist alleine zu entscheiden oder auch alleine in Urlaub zu fahren.
Wir sind mit unserer Sexualität nicht zu frieden. Wir gehen fremd und hoffen dort per Zufall, das zu erhalten, was wir zuhause nicht bekommen. Das erwachsene Verhalten wäre, einfach auszusprechen, was man wünscht und auch mit einem Nein umgehen zu können.
Wenn ein ernstes Gespräch ansteht oder man die Wahrheit hört, die man nicht hören will – steht man einfach auf und geht. Man möchte sich damit nicht auseinandersetzen. Ein Erwachsener hört zu und reflektiert darüber.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, diesen Geschichten auf die Spur zu kommen

Wie schon erwähnt, gibt es viele Auslöser für Verletzungen und negative Prägungen. Diese können prägende Erfahrungen wie eine schwierige Geburt, ein liebloses Zuhause, Unfälle aller Art, Gewalt, Naturkatastrophen, Verlusterlebnisse, Krankenhausaufenthalte, Operationen, schwere Krankheiten, aber auch unverarbeitete Alltagserlebnisse sein.

Das Aufsuchen des Ursprungs des Traumas, das die negative Prägung bewirkt hat, kann auf mehrere Weisen erfolgen. Zum Beispiel mit der Time Line Methode, den systemischen Aufstellungen oder dem Symboldrama, den Kernüberzeugungen, der Affektbrücke, dem Tunnel der Zeit.
Da bei all den aufgezählten Möglichkeiten die Arbeit mit dem Unterbewusstsein eine zentrale Funktion einnimmt, handelt es sich immer um hypnotische Prozesse.
Bei einem hypnotischen Prozess richtet sich der Fokus der Aufmerksamkeit nach innen. Dies kann dann zu einem intensiven authentischen Erleben der vorgestellten inneren Bilder führen. Durch Vertiefung und Ausweitung dieses hypnotischen Bewusstseinszustands wird der geschaffene Erlebnisraum mit allen Sinnesmodalitäten erfahren. Farben, Gefühle, Gerüche, Geschmack, Töne und kinästhetische Erlebnisse werden zu einer Form der Wirklichkeit, die – und darin liegt der zentrale Wert der hypnotischen Intervention – in diesem Zustand veränderbar ist.

 

Susanne Hugentobler & Barbara Prinzing

9
Feb

Praxisräume zu vermieten

Praxisraum/Zimmer am See zu vermieten

In Rüschlikon, einem der attraktivsten Wohnorte der Schweiz, ist in einem schönen, alten
Vierfamilienhaus mit grossem Garten ein Zimmer zu vermieten. (Ab 1. April 2017 oder nach
Vereinbarung)
Zum Bahnhof gelangt man zu Fuss in fünf Minuten, S-Bahnzüge fahren alle 15 Minuten,
einen Bus zum Bellevue gibt es auch.
Grösse des Zimmers: 20m2
Mit eigenem Balkon und eigenem WC. Bad-, Wohn-,
Esszimmer, Küche, Waschküche zur Mitbenutzung. WLAN vorhanden. Preis: 1 080 CHF
unmöbliert; 1 260 CHF möbliert; inkl. Nebenkosten. (Kaution eine Monatsmiete)
Für mehr Information oder eine Besichtigung melden Sie sich bitte bei:

Andreas Koch, 079 236 50 83. Oder via e-Mail: ankoch@bluewin.ch

Praxisräume

Praxisräume

30
Jan

Anker setzen – ein therapeutisches Werkzeug

Der Anker ist ein sehr wertvolles und nachhaltiges therapeutisches Werkzeug, welches in der AT- und Hypnose-Praxis am IGM und auch bei Methoden des NLP seine Anwendung findet.
Gehen wir davon aus, dass in einer Interventions-Phase einer Therapie oder eines Coachings, also in einer aktiven Phase, in der sich der Klient unter Entspannung mit seinem Thema beschäftigt, er wertvolle Schritte gehen kann. Er erarbeitet sich Erkenntnisse, kann Themen integrieren, befreien, verstehen, Frieden schliessen mit Personen, Abschnitten seiner Geschichte, usw. Read more

21
Jan

Zahlen – mehr als eine mathematische Grösse

Schon Pythagoras wusste von der besonderen Magie der Zahlen und war überzeugt, dass sie ein Schlüssel zum Verständnis der Struktur im Universum sind. Was viele nicht wissen, die heute noch gebräuchliche Verbindung von Buchstaben und Zahlen geht auf ihn zurück.

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14
Jan

Warum Entspannung wichtig ist

Hermann Hesse schreibt im Glasperlenspiel:

„Je mehr wir von uns verlangen, oder je mehr unsere jeweilige Aufgabe von uns verlangt, desto mehr sind wir auf die Kraftquelle der Meditation angewiesen, auf die immer neue Versöhnung von, Körper, Seele und Geist.“

Hermann Hesse wusste also auch um die Wichtigkeit der Entspannung als Voraussetzung der Harmonie von Körper, Seele und Geist. Read more

22
Dez

Mit Märchen heilen

Mit der Hypnosetherapie können wir auf verschiedene Arten arbeiten. Entweder arbeiten wir analytisch indem wir die Erlebnisse unter dem Mikroskop zerteilen und zerpflücken und sie dann wieder neu zusammenzusetzen oder wir arbeiten zukunftsorientiert indem wir ein Fernrohr auf kommende hypothetische Erlebnisse richten.
Eine andere Möglichkeit bietet uns die Arbeit mit den Resonanzfeldern indem wir uns einen Spiegel vorhalten und uns darin erkennen. Und genau das zeichnet die Arbeit mit den Märchen aus. Read more

13
Dez

Gewinner des Beziehungsrätsels

Das Rätsel „Beziehungsdrama“ hat einen großen Anklang gefunden, und viele Gewinne können verteilt werden.

Der Killersatz war natürlich „auf dem eigenen Standpunkt zu beharren“.

Alle Gewinner werden noch per Mail oder mit dem Ballon benachrichtigt, so dass es zur  „rechten“ Zeit unter dem Weihnachtsbaum leuchten kann.

Danke für’s Mitmachen, und ich freue mich, Euch im neuen Jahr in der schönen Villa Aarau wieder zu sehen.

Eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit Euch allen

Barbara Prinzing

 

Die Gewinner:

Nadja Müller
Katrin Brunner
Claudia Buser
Claudia Rickenmann
Mirjam Eisenegger
Christa Rohr
Monika Marson
Barbara Brühlmann
Susanne Hugentobler
Jane Steffen
Patrick Kaufmann
Femke van Ballekom
Pascale Giger
Kathrin Raunigg
Nunzia Wehr
Catherine Pappert
Regula Banz
Eva Reich
Manuela Döbbele

Christian Peisl

30
Nov

Wann ist eigentlich Weihnachten?

Einst hörte ich eine kleine Geschichte zur Weihnachtszeit, die mich tief berührte. Die Essenz war, dass Weihnachten immer dann ist, wenn die Gegensätze „in -eins- fallen“ und uns der Raum der Geborgenheit geöffnet wird. Im Raum der Geborgenheit beginnt die Liebe zu fliessen.

Weihnachten kann somit in jedem Augenblick geschehen.

Bewusst leben für einen Moment.
Dann kann Weihnachten sein, dann ist Weihnacht.

Wünsche allen eine besinnliche Weihnacht

Barbara Prinzing

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20
Dez

Hypnose bei Angststörungen

Um gefährliche Situationen zu erkennen und auch entsprechend darauf zu reagieren brauchen wir das Gefühl der Angst. Was aber, wenn uns eine diffuse Angststörung ständig begleitet?
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30
Nov

Ego States – Wer „isst“ hier eigentlich?

Gerade in der Weihnachtszeit sind die Versuchungen zuviel Zucker in allen Varianten zu sich zu nehmen besonders groß. Die Ernüchterung kommt beim Gang auf die Waage: wieder ein paar Kilos mehr! Viele Menschen sind in einem Kreislauf von sich selbst Kasteien mit Diäten und Sport und dem darauffolgenden Zusammenbruch mit Essattacken gefangen. Dieses Verhalten ist weder zielführend für das Gewicht noch förderlich für das Selbstwertgefühl.
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