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Frau Holle

24
Jan.

Frau Holle

Frau Holle

Ein Märchen über Verbundenheit, Autonomie und das, was uns gesund hält

Wenn man Frau Holle mit dem Blick von Gerhard Hüther liest, wird sichtbar, wie zeitlos dieses Märchen ist.

Hüther beschreibt, dass jeder Mensch mit zwei Grundbedürfnissen auf die Welt kommt:
dem Bedürfnis nach Verbundenheit und dem nach Autonomie.
Gesund bleiben wir nur, wenn beide lebendig bleiben.

Genau davon erzählt dieses Märchen Frau Holle

Ein wenig Symbolik 😊
Und man darf es natürlich auch ganz anders sehen!

Der Brunnen  ist der Beginn von Entwicklung

Das Mädchen fällt in einen Brunnen.
Das ist kein aktiver Entschluss. Sie fällt einfach

Man könnte sagen
Entwicklung beginnt oft dort, wo unsere gewohnten Vorstellungen nicht mehr tragen.
Der Brunnen ist der Übergang aus der bekannten Welt hinein in einen Raum, in dem Lernen, Umstrukturierung und Wandlung möglich werden.

Brot und Apfelbaum  bedeutet echte Verbundenheit

Das Brot will aus dem Ofen.
Der Apfelbaum ist reif.

Das Mädchen hilft weil sie in Beziehung geht.

Hier könnte man sagen:
Unser Gehirn entwickelt sich dort am besten,
wo wir uns verbunden fühlen, ohne uns zu verlieren.

Diese Verbundenheit ist keine Anpassung. Sie ist Resonanz.

Die Frau Holle  geht in Beziehung ohne Vereinnahmung

Frau Holle nimmt das Mädchen auf. Sie gibt Struktur, Rhythmus, Aufgabe.

Doch sie bindet nicht.
Sie hält nicht fest.

Hier zeigt sich eine Liebe, von der Hüther spricht:
nicht romantisch, nicht verklärend, sondern eine entwicklungsfördernde Haltung.

Eine Liebe, die Wachstum erlaubt.

Der entscheidende Moment: Die eigene Autonomie

Irgendwann sagt das Mädchen:

„Ich habe Heimweh.“

Und das ist der Schlüsselsatz des Märchens.

Nach Hüther werden Menschen krank, wenn sie in Beziehungen, Rollen oder Vorstellungen verharren, die ihre Entwicklung verhindern.

Gesund ist nicht das Bleiben.
Gesund ist, den inneren Ruf zu hören und ihm folgen zu dürfen.

Frau Holle lässt sie gehen.

Das Gold  ist kein Lohn, sondern Folge

Das Gold fällt nicht, weil das Mädchen brav war.
Es fällt, weil sie stimmig gelebt hat:

  • verbunden
  • anwesend
  • eigenständig
  • wahrhaftig

Das Gehirn belohnt nicht Gehorsam,
sondern Kohärenz – innere Übereinstimmung.

Und wie ist es mit der Pechschwester?

Sie lebt gegen die eigenen Bedürfnisse

Die andere Schwester imitiert das Verhalten.
Aber ohne Beziehung. Ohne innere Beteiligung.

Sie will das Ergebnis ohne den Weg. Autonomie ohne Verbundenheit.

Das Resultat ist Pech. Finde ich ein starkes Bild für ein Leben, das gegen die eigenen Bedürfnisse geführt wird.

Die leise Botschaft des Märchens

Gesundheit entsteht nicht durch Anpassung.
Nicht durch Leistung.
Nicht durch richtige Konzepte.

Sondern dort, wo wir lieben dürfen, ohne uns zu verlieren,
und gehen dürfen, ohne schuldig zu werden.

Vielleicht ist diese Liebe nichts Neues.
Vielleicht ist sie etwas sehr Altes, das wir wiederfinden, wenn wir den Mut haben,
durch unseren eigenen Brunnen zu gehen.

Ich freue mich, wenn ihr dabei seid an unseren Märchenabenden, wo wir immer wieder neue Themen anschauen.

Herzlichen Gruss
Barbara 

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