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Ein Begriff den ich so noch nicht kannte. Klienten kommen jedoch oft in die Praxis, weil sie gerade unter der Parentifizierung im Erwachsenalter leiden. Kurz gesagt: Vom Versuch, die Eltern glücklich zu machen. In der Fachsprache, die Rollenumverteilung innerhalb einer herkömmlichen Familienstruktur. Was das für Folgen haben kann ist nicht zu unterschätzen.

Ein Beispiel aus der Praxis (Namen und Geschichte wurden leicht verändert)

Eine 30-jährige Frau schildert, dass sie mit einer Drogen – und Alkoholabhängigen Mutter aufgewachsen ist. Der Vater war meist abwesend war, wenn er jedoch da war, gab es nur Streit der oft in Gewalt zwischen den Eltern ausartete.

Als sie noch ganz klein war erzählte sie, hat sie sich immer an die Mutter gekuschelte und sie umarmt, wenn diese wieder wie so oft, leblos auf dem Sofa lag.
Der Geruch von Alkohol und Unsauberem würden ihr heute noch zu schaffen machen. Mit zunehmendem Kindesalter musste sie Einkaufen, Kochen und irgendwie den chaotischen Haushalt führen. Wenn der Vater zu Hause war, machte sie sich immer ganz klein. Sie verkroch sich unter ihrem Bett und kam erst wieder hervor, wenn er wieder gegangen war. Die Mutter weinte und machte ihre Vorwürfe, dass sie ihr nicht zur Hilfe gekommen sei.

In die Praxis kommt sie heute, weil sie unter diffusen Ängsten leidet. Sie hat grosse Schuldgefühle, begleitet von Panikattacken. Auch leide sie unter einem geringen Selbstwertgefühl. Ihre Emotionen kann sie kaum regulieren.

Ein möglicher Hypnotherapieansatz wäre folgender:

  • Ich-stärkende Massnahmen wie: Safe Place, Ressourcen – Arbeit, Selbstwert und Selbst-Aktualisierung mit Hilfe von Hypnotischen Begleitern und Stellvertretertechnik
  • Auflösung ihrer belastenden Kindheit mittels Time- Line. Den richtigen Zeitpunkt der Time-Line mit der Ideomotorischen Methode erfragen.
  • Kristallkugeltechnik eine neue Zukunft einrichten

Das Hypnose Basisseminar bietet hierzu das Erlangen der notwendigen Werkzeuge.

 

 

Manchmal können auch Worte, Zitate oder Gedichte helfen:

Zitate, von Friedrich Nietzsche die so manchem Verzweifelten Trost und Hoffnung geben kann.
Aber Achtung, nicht alle können diese Zeilen als Trost- und Kraftressourcen annehmen!

« Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen,
auf denen wir in die Höhe steigen.»
Friedrich Nieztsche

Empfehlenswert ist auch der Vortrag von Wolfang Büntig erhältlich beim Auditorium Netzwerk:
„Parentifizierung – Vom vergeblichen Versuch, die Eltern glücklich zu machen“. Ein Thema, das uns alle betrifft. Denn wer hat das nicht schon probiert und ist daran gescheitert? So gut wie jede und jeder von uns. (entstanden durch sein langjähriges Schaffen als Psychotherapeut, Vater und Ehemann)

 

Barbara Prinzing

 

Bild von Pexels auf Pixabay

2 Comments

  1. 1. April 2020 at 9:52

    Liebe Barbara
    vielen lieben Dank für die tollen Artikel, vorallem der mit dem Tod finde ich sehr gut.
    Ich freue mich schon wieder auf ein Seminar bei dir.

    Herzliche Grüsse Franziska

    • 1. April 2020 at 17:35

      Liebe Franziska
      Herzlichen Dank für deine Zeilen. Es freut mich, dass dir die Geschichte gefallen hat.
      Ganz liebe Grüsse und immer gesund bleiben.
      Barbara

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