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Muster auflösen

In der Einführung des Newsletter habe ich darüber geschrieben, dass ich den Gedanken von Bert Hellinger «Vater und Mutter ehren» näher betrachten möchte und ein paar Ansatzpunkte geben möchte, was darunter zu verstehen ist.

Indem wir unsere Eltern ehren, ermöglichen wir es uns, unser Familiensystem anzunehmen und zu akzeptieren. Oftmals gibt es Geheimnisse, die über Generationen hinweg weitergegeben werden. Es können beispielsweise uneheliche Kinder, verheimlichte Ehen oder sogar kriminelle Machenschaften sein. Oft übernehmen Familienmitglieder aus Loyalität gegenüber früheren Generationen Verhaltensmuster, ohne sich dessen bewusst zu sein. Diese unbewusste Loyalität kann dazu führen, dass bestimmte Probleme oder Konflikte immer wieder auftreten.

Indem wir Vater und Mutter ehren, können Geheimnisse ausgesprochen werden, Verhaltensmuster bewusst gemacht werden und die Möglichkeit geschaffen, sie aufzulösen. Das Auflösen von ungesunden Verhaltensmustern in einem Familiensystem erfordert Zeit und viel Bewusstseins- Arbeit.

 

Was kann ich selber für mich tun

Selbstreflexion ist immer eine gute Variante: sich den eigenen Verhaltensmuster bewusst zu werden. Dies erfordert ehrliche Selbstreflexion und die Bereitschaft, sich mit eigenen Denk- und Verhaltensweisen auseinanderzusetzen.

Auch eine offene Kommunikation ist hilfreich: Gespräche innerhalb der Familie über vergangene Ereignisse, Konflikte und Emotionen können zur Klärung beitragen. Offene Kommunikation kann dazu beitragen, Missverständnisse aufzudecken und Verbindungen zu stärken.

Geduld und Ausdauer, ohne das geht gar nichts: Es ist wichtig, geduldig zu sein und sich auf den Prozess einzulassen.

 

Therapeutische Vorgehen mit dem Aufstellungsbrett

Die Arbeit mit Holzfiguren mit dem Aufstellungsbrett ist eine therapeutische Technik, die dazu dient, die früheren Beziehungen innerhalb der Familie zu offenbar zu machen und zu erfassen. Das ist auch der Schlüssel um mit gegenwärtige eigenen Probleme zu arbeiten.

Es gibt mehrere Möglichkeiten und Schritte diesen Ansatz durchzuführen

Schritt 1: Vorbereitung und Einführung

Der Therapeut erklärt den Zweck und den Ablauf des Aufstellungsbrett und der Familienaufstellung den Klienten. Die Klienten werden aufgefordert, Holzfiguren auszuwählen, die verschiedene Familienmitglieder repräsentieren sollen, einschließlich sich selbst, ihren Eltern und anderen relevanten Personen.

Schritt 2: Figuren werden aufgestellt

Der Klient platziert die Holzfiguren auf dem Brett oder gegebenenfalls auch im Raum. Hier gehen sie entsprechend ihren Vorstellungen von den Beziehungen und Dynamiken innerhalb ihrer Familie aus. Sie positionieren die Figuren in Bezug zueinander, um die Stärke, Nähe und Intensität der Beziehungen darzustellen.

Schritt 3: Rollenspiel

Die Klienten schlüpfen nun in die Rollen der von ihnen dargestellten Familienmitglieder. Auf diese Weise können sie die Gefühle und Perspektiven dieser Personen nachempfinden. Der Therapeut stellt Fragen, um die Klienten dazu zu ermutigen, die Beziehungen und Dynamiken innerhalb der Familie genauer zu erkunden.

Schritt 4: reflektieren und erklären

Nachdem die Familienskulptur erstellt und die Rollen vervollständigt wurden, reflektiert der Klient mit dem Therapeuten seine Erfahrungen und Ideen. Der Therapeut kann dabei helfen, eine Verbindung zwischen den aktuellen familiären Beziehungen und den aktuellen Problemen herzustellen. Gemeinsam suchen sie nach unbewussten Mustern, Konflikten oder Loyalitäten, die aus der Familienskulptur entstehen können.

Schritt 5: Lösungsansätze und Veränderungsarbeit

Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen können Therapeut und Klient gemeinsam Lösungsansätze für die aktuellen Probleme entwickeln. Diese Lösungen können darin bestehen, Beziehungen bewusst umzugestalten, Geheimnisse aufzudecken oder unbewusste Familienmuster anzugehen. Klienten werden ermutigt, dieses neue Wissen und diesen neuen Ansatz in ihren Beziehungen anzuwenden und positive Veränderungen anzustreben.

Schritt 6: Und jetzt noch umsetzen

In den folgenden Therapiesitzungen überprüfen der Therapeut und die Klienten regelmäßig den Fortschritt und die Integration der erarbeiteten Lösungsansätze in das tägliche Leben.

Dies Aufstellungsarbeit ist eine kraftvolle Methode, um die Verbindungen zwischen früheren familiären Erfahrungen und aktuellen Problemen zu verdeutlichen.

Besonders geeigent ist diese Arbeit auch bei Paarbeziehungen. Beziehungen können einfacher, gesünder, harmonischer und erfüllter gelebt werden.

Barbara Prinzing

 

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